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Bericht "Fliegerdemonstration Axalp 2006" und "WK"

Teil 2, die Übung und der "WK":

Als besonderen Leckerbissen dieses Jahres, haben sich zwei französische Dassault Mirage F1-CR angekündigt. Mit ihrem Tarnschema fügten sie sich nahtlos in die Schweizer Bergregion ein. Die Flugmanöver der Piloten waren spektakulär. Als man dachte, die Vorführung wäre vorbei, flogen die zwei Maschinen aus dem östlich gelegen Tal in ca. 50m Höhe über den Schießstand. Man hatte keine Zeit sich die Ohren zu zuhalten und auch der letzte ist nun wach geworden. Nachdem man nun zu sich kam und verstanden hatte, was gerade passiert war, brach ein Freundengeschrei unter den ganzen Leuten aus.
Es wurde wieder ruhiger im Tal Axalp, denn das Training war beendet und es begann das Herauffliegen der „VIPs“ in den Aerospatiale AS.532UL-TH98 Cougar von der Airbase in Meinringen und Interlaken. Um 13:45 Uhr kehrte wieder langsam Leben auf die Axalp. Laut Medienangaben haben bis zu 4000 Personen zu dem Gelände, rund um den Schießplatz gefunden. Durch die Lautsprecher erklang Musik und das nun folgende Programm wurde anmoderiert.

Fliegerschießen Axalp Galerie 3

Exakt „Omega“ 14:00 Uhr überflog eine Cougar den östlichen Berghang des Schießplatzes und eröffnete durch das Abfeuern von 250 Flares, die offizielle Axalp- Übung. Anschließend wurde noch die Wendigkeit dieses Hubschraubers von seiner Besatzung demonstriert. Mit einer Alouette III wurde eine Hochgebirgsbergung einer verletzten Person und deren anschließender Absetzung an einem Sessellift gezeigt. Der Abwurf der Fallschirmaufklärer aus einer PC-6 ging fast unbemerkt von statten, da aus dem Tal vom Brienzer See zwei Cougar mit Wasserbehältern zur Bekämpfung eines fiktiven Feuers herannahten.
Nun wichen die Drehflügler wieder den Tragflächen und 8 Tiger flogen, wie auch in den Morgenstunden, Angriffe mit Ihren Maschinenkanonen auf die Erdziele. Zum Ende dieser Übung, wurde ein Überflug aller Maschinen über das Publikum durchgeführt.
Die folgenden zwei Hornets zeigten, zusammen mit einem Learjet der Schweizer Luftwaffe, wie in einem Fall von technischen Problemen die Identifikation zur Wahrung der Luftherrschaft verfahren wird. In diesem Fall versuchte eine Maschine Kontakt durch das Wippen mit den Flügeln zum Learjet herzustellen, während die zweite Maschine schräg hinter dem Learjet blieb. Wird ein Kontakt hergestellt, geleiten die Maschinen den Learjet zum nächsten Flughafen, aus der Sperrzone oder aber gehen mit konsequenteren Mitteln weiter vor. Nachdem nun der Learjet aus dem Blickfeld eskortiert wurde, flogen selbige Maschinen einen Luftkampf. In dieser Übung versuchte der jeweilige, seinen Gegner durch gekonnte Flugmanöver in Schussvorteil zu bringen. Dieser wiederum versucht durch abwerfen von Störkörpern, die Raketen des Anderen zu täuschen.

Fliegerschießen Axalp Galerie 4

Ab 14:47 Uhr wurden die langersehnten Mirages wieder gesichtet. Zusammen mit einer Hornet bekämpften auch sie wieder Bodenziele. Anders als erwartet, wurde die Hornet von einem französischen Austauschpiloten geflogen, während hinter den Steuerknüppeln der beiden Mirages Schweizer Piloten saßen. Dies würde im Nachhinein auch das gewagte Manöver des Vormittages erklären, da es sich auch dort um die gleichen Piloten handelte. Bevor eine Formation von 5 Hornets und den beiden Mirage sich vom Publikum verabschiedeten, mussten noch mal zwei einzelne Hornets ihr Können im Bekämpfen der Erdziele beweisen.
Es war 15:10 Uhr, als mit einem grandiosen Flugprogramm die „Patrouille Suisse" die Demonstration beendete. Für uns am Beobachtungsposten war das Licht nun mehr als ungünstig, da die meisten Figuren im etwas weitläufigeren, westlich gelegenen Talabschnitt geflogen wurden. Auch war es windstill, was ein Abziehen des Rauches verhinderte. Dies verschlechterte noch mal die Qualität der Bilder.
Das wirkliche Ende allerdings, läuteten die in einer Sechserformation fliegenden Cougar ein, die nun nach und nach die „VIPs“ wieder zurück ins Tal flogen. Die Show war zu Ende und wir machten uns mit den übrigen 4000 Besuchern auf den Weg zurück ins Axalpdorf, wo unser Auto auf uns wartete. Von hier aus dauerte, aufgrund des Gegenverkehrs auf den meist schmalen Straßen, die Rückfahrt nach Brienz noch mal eine Stunde.

Am nächsten Tag verbrachte ich die Zeit damit, die Maschinen, die wieder hinauf zur Axalp flogen, beim Starten und Landen zu fotografieren.

An sich war die Axalp eine Bereicherung meiner Bilder. Allerdings darf man bei all dem guten Wetter eines nicht aus den Augen verlieren: Man befindet sich in einem Hochgebirge. Um sich und seine Begleiter nicht unnötig in Gefahr zu bringen, ist schon ein gewisses Maß an Selbsteinschätzung und entsprechender Ausrüstung erforderlich. Es ist keine Alpine Ausrüstung erforderlich aber es darf nicht mit einem Spaziergang um die Ecke verwechselt werden. Schlägt das Wetter um oder es liegt viel Schnee, kann auch dieser Auf- oder Abstieg Gefahren bergen.

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Quellen: Wiki