Bericht "Tag der Heeresflieger 2006 in Bückeburg"
Als ehemaliges Mitglied dieses erlesenen Vereins, habe ich es mir nicht nehmenlassen, mich zu dem Spotterday am 09.09.2006 im Fliegerhorst Achum anzumelden. Dies sollte uns gegenüber den meisten Besuchern des nächsten Tages die Möglichkeit geben, die ein oder andere Maschine am Boden besser sehen zu können. Da nur ca. 300 Spotter und Angehörige des Verbandes zum Spotterday eingeladen waren, war auch die Chance gut an die einzelnen Maschinen zu kommen. Die Stars des Tages waren sicherlich der AH-64D Longbow-Apache der US Air Force, die Mil Mi-24V der Ungarischen Armee, der neue LTH NH-90 sowie der KHS Tiger der Heeresflieger. Auch folgende nicht so oft zu sehende Maschinen, wie die Westland SA-330E Puma HC1, Westland WG-13 Lynx AH7 oder Aerospatiale SA-342L1 Gazelle standen im Static-Display. Nun ist es schon 30 Jahre her, dass die Heeresflieger einen Tag der offenen Tür hatten. Dabei hatte der Standort Bückeburg auch schon früher geschichtlichen Nährboden. Die Jägerkaserne in Bückeburg wurde 1870 auf Veranlassung des Fürsten Adolf Georg zu Schaumburg-Lippe gebaut. Hauptgebäude und ehemalige Stallungen stehen noch immer. Das Hauptgebäude steht auf Holzpfosten und wird als das älteste Kasernengebäude der Bundesrepublik gehandelt. Hier wurden Generationen von Heeresfliegern, ob nun Wehrpflichtiger, Techniker oder Luftfahrzeugführer ausgebildet. Die Geschichte des Standortes in Achum begann 1946 mit der britischen Rheinarmee. Diese baute den Flugplatz in Bückeburg-Achum, der 1960 von der Bundeswehr übernommen wurde. Die Heeresflieger wurden 1960 aus der Eifel nach Bückeburg-Achum verlegt. Bei so viel Geschichtlichem ging es fast unter, dass auch der Besuch der Mil Mi-24V denkwürdig war. Sie war aus ehemaligen Beständen der NVA nach Ungarn verkauft worden und seitdem das erste Mal wieder in Deutschland. Um 14 Uhr begann dann das Flugprogramm, das gleich noch näher besprochen wird, da es sich um die Generalprobe für den folgenden Tag handelte. Am 10.09.2006 morgens um 08:30 trafen wir uns mit Jens aus Minden und später auch mit den Jungs vom Airshow-Party Team. Diesmal befanden wir uns nicht auf dem Gelände wie am Vortag, sondern standen auf dem Acker gegenüber der Startbahn. Hier sollten wir diesmal bessere Fotos bekommen. Das Manko des gestrigen Tages war das Gegenlicht und das doch recht weit weg stattfindende Display. Es war kurz vor 10 Uhr, als langsam Leben auf dem Platz einkehrte. Besucher waren schon zahlreich da und die ersten Turbinen wurden angelassen. Bell UH-1D der Luftwaffe und des Heeres, CH-53G und GS und die beiden Tiger setzten sich in Bewegung und flogen zum Abruf ihres Flugprogramms in den Außenstandpunkt Röcke.
Tag der Heeresflieger Bückeburg Galerie 1
Um 14 Uhr begann dann das Flugprogramm, das gleich noch näher besprochen wird, da es sich um die Generalprobe für den folgenden Tag handelte. Am 10.09.2006 morgens um 08:30 trafen wir uns mit Jens aus Minden und später auch mit den Jungs vom Airshow-Party Team. Diesmal befanden wir uns nicht auf dem Gelände wie am Vortag, sondern standen auf dem Acker gegenüber der Startbahn. Hier sollten wir diesmal bessere Fotos bekommen. Das Manko des gestrigen Tages war das Gegenlicht und das doch recht weit weg stattfindende Display. Es war kurz vor 10 Uhr, als langsam Leben auf dem Platz einkehrte. Besucher waren schon zahlreich da und die ersten Turbinen wurden angelassen. Bell UH-1D der Luftwaffe und des Heeres, CH-53G und GS und die beiden Tiger setzten sich in Bewegung und flogen zum Abruf ihres Flugprogramms in den Außenstandpunkt Röcke.
Als erstes wurde eine Vorführung der verschiedenen Muster gezeigt. Hier zeigten Bo-105 VBH, Bell UH-1D, CH-53G, EC-135, der Tiger und der NH-90 was in ihnen steckt. Von allen genannten Typen, waren sicherlich der EC-135, Tiger und NH-90 diejenigen, die am Meisten bestaunt wurden. Den EC-135 konnte man mit etwas Glück ja schon regelmäßiger mit Tarnschema am Himmel sehen. Den Tiger und NH-90 haben sich die Meisten der fast 70.000 Besucher wohl eher nur im Fernsehen anschauen können. Der Tiger mit der Zulassungsnummer 98+12 und der NH-90 mit der Nummer 98+93 wurden anders als erwatet noch von Piloten der Firma Eurocopter geflogen.
Nachdem die Hubschrauber mit ihrer Darbietung fertig waren, zeigte die Luftwaffe mit einer C-160 Transall aus Wunstorf, wie man die Maschine auf einer möglichst kurzen Landebahn mit einer sogenannten "Sarajevolandung" zum Stehen bringt. Nach einem ähnlich kurzen Start der Transall wurde die nun einkehrende Ruhe durch das Geräusch sich schnell herannähernden CH-53G mit Außenlasten zur Bekämpfung von Waldbränden gestört. Der Abwurf so großer Mengen Wasser auf einen Schlag wirkt schon recht beeindruckend und so gehen die Fallschirmjäger, die aus einer hochfliegenden Transall abgesprungen sind, fast unter.
Tag der Heeresflieger Bückeburg Galerie 2
Für diejenigen, die auf "Heavy Metal" standen, war jetzt die Stunde gekommen. Mit einem "zip, zip, zip, zip" kündigte sich die Ungarische "Hirschkuh" an. Die Mil Mi-24V NATO- Codename "Hind". 12 Tonnen Startgewicht, angetrieben durch zwei Isotow TW-3-117A Gasturbinen mit je 1120 kW, waren am Himmel alles andere als schwerfällig. Nach dem mehr als beeindruckenden Flugprogramm der Ungaren, konnte man sich vorstellen, dass dieser Koloss durchaus seine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h erreichen kann. Das Finale näherte sich, es wurden einige CH-53G mit Fallschirmjägern beladen und starteten. Dann tauchten von Osten 13 Punkte auf. Alles was Rotorblätter hatte war in der Luft um eine Bodenlandung zu zeigen. Zwei Scharfschützen der KSK Kräfte auf einer Bo-105 VBH sicherten zusammen mit den zwei Tigern das Gelände. Sekunden später seilten sich aus mehreren Meter Höhe, die restlichen KSKler ab. Schwere Truppenverbände und Fahrzeuge wie Mungo und Wiesel wurden mit den CHs herangeflogen. Zwischen den Absetzungen kam die UH-1D der Luftwaffe ins Spiel und barg Verwundete. Alles was Transportmaschinen war, verließ den Schauplatz und Bo-105 und Tiger überflogen noch ein letztes Mal das Gelände und entschwanden dann auch.
Für uns hieß es jetzt Koffer packen und zu einem mir bestens bekannten Platz fahren. Zum Segelflugplatz Röcke, in der Nähe unserer ehemaligen Übungswälder. Wie oft habe ich dort im Wald gelegen, bei Regen, bei Sonne, mit Mücken groß wie Kühe und habe zu den Hallen des dortigen Vereins geschaut. Jetzt stand ich mal auf der anderen Seite. Hier gab es Hubschrauber zum Anfassen und das Sicherheitspersonal war mehr als freundlich zu uns. Die Maschinen die hier landeten oder die Außenlasten abholten waren stellenweise nur wenige Meter von uns entfernt. Dies war ein schöner Abschluss für so ein schönes Wochenende. Wetter toll, Hubschrauber toll, alles toll? Nein nicht ganz. Soviel muss noch gesagt werden. Danke an die "tollen Jungs", die mir an der Jugendherberge Porta Westfalica, des Nachts mein Typenschild von der Heckklappe meines Autos geklaut und dabei den Lack der Heckklappe zerstört haben. Kosten dieser Aktion 1100€.
Tag der Heeresflieger Bückeburg Galerie 3
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