Bericht "Belgian helidays 2007" (Bierset/ LGG)
Der Standort und das Fly- In:
Zum achten Mal lud der Fliegerhorst in Bierset zu einem der größten Hubschrauber-Treffen Europas ein. Die seid 1994/95 hier befindliche Staffel, welche mit der Augusta A-109 ausgestattet ist, übernahm den 1916 gebauten Flughafen von der belgischen Luftwaffe. An diesem Standort sind aber nicht nur die Hubschrauber stationiert. Hier befindet sich auch die Wartungs- und Instandsetzungs-einheit und die Pilotenausbildung wird hier in einem Simulator von CAE/ Siemens durchgeführt. Dieser Simulator wurde zwischen 1995/98 erbaut und in Betrieb genommen. Ähnlich wie bei den deutschen Streitkräften, ersetzen auch hier die Flugstunden im Simulator mehr und mehr die realen Flugstunden.
Der Fliegerhorst selbst befindet sich im Moment in einer kritischen Phase. Die Symbiose mit dem zivil genutzten Teil des Geländes, gerät mehr und mehr aus dem Gleichgewicht. Die Flughafengesellschaft, die einen Großteil Ihres Umsatzes mit Frachtflügen macht, liebäugelt mit dem Platz, auf dem sich die Militärs befinden. Sieht man die hier stehenden Boing 747 Frachter von TNT und anderen Gesellschaften, so kann man das wachsende Potential erahnen und sich die Frage stellen, wie es um die Zukunft dieses Standortes steht. Es steht im Raum den nördlichen Teil weiter auszubauen oder aber die Einheit komplett zu versetzten.
Belgian Helidays Galerie 1
In der Gegenwart befanden wir uns beim Fly-In der Teilnehmer, das sich aber aufgrund des herrschenden Wetters stellenweise als abenteuerlich darstellte. Der Vormittag des 11.05.2007 war kalt und windig und von kurzen Regenschauern durchsetzt. Einer der ersten Hiobsbotschaften des Tages, die Blue Eagles haben krankheitsbedingt abgesagt. Auch in den weiteren Stunden rissen die schlechten Nachrichten nicht ab. Auch viele der „leichten“ Teilnehmer wollten wegen des starken Windes nicht mehr kommen.
2005 kamen, bei schönem Wetter, über 35.000 Besucher und 100 Teilnehmer der verschiedenen Nationen der Einladung nach. Wie stand es dieses Jahr, sollte sprichwörtlich alles ins Wasser fallen? Die Ungaren, die am Vortag schon mit Ihrer Mil Mi-17 und Mil Mi-24 Hind gekommen waren, machten es vor. Man kommt bei jedem Wetter und die Meisten taten es ihnen nach. Selbst die Mehrzahl der „Kleinen“ wie Robin 22/44 und Kiebitz fanden ihren Weg.Ab 10:00 Zulu sollte es losgehen aber 3 Stunden lang passierte fast gar nichts. Dafür ging es dann später Schlag um Schlag. Bei der Vielzahl der Hubschrauber, die nun kamen, ist es unmöglich auf alle einzugehen. Daher werde ich mich hier auf die für mich interessantesten beschränken.
Belgian Helidays Galerie 2
Die erste Maschine, für die ich meine Kamera auspackte, war der Fennek des französischen Heers. Die Besatzung der Maschine sollte ich einen Tag später dabei erwischen, wie sie bei den meisten anderen Maschinen ihren Staffelaufkleber anbrachten. Die ASPA Patrol trafen mit sechs EC-120 ein. An diesem Tag flogen sie ihr Display mit allen Maschinen, am folgenden Tag blieb die sechste Maschine am Boden. Die Red Bull BO-105 kam eben so unspektakulär zu ihrer Parkposition, wie die später folgenden Bundeswehr Maschinen. Die Bundeswehr war vertreten mit einer EC-135 der Bückeburger, eine BO-105 der Heeresflieger Versuchsstaffel sowie eine Bell UH-1D des Heeresfliegeregimentes 30 und ebenfalls eine des Lufttransportgeschwaders 63. Während die UH-1D Heeres mit GPS, einer zweiten VHF Anlage für den Nachtsichtflug und mit einigen Cockpiterneuerungen ausgestattet war, hatte die UH-1D der Luftwaffe weibliches Technikpersonal mit an Bord.
In der Zwischenzeit hatten die Niederländer einen Teil ihrer Ausstellung in Position gebracht. Am Tag der Heeresflieger in Bückeburg war es kaum möglich an die AH-64D heranzukommen. Hier war dieses zur etwas späterer Stunde kein Problem und auch die Sonne lies sich blicken. Als Eyecatcher hatte man im Ausgangsbereich eine Mil Mi-26 platziert und in unmittelbarer Nähe standen eine Fuga Magister, eine F-16 und mehrere andere kleine Nettigkeiten. Am meisten Aufsehen erregte in diesem Augenblick allerdings das Umsetzten einer Robin 22, die versehentlich am falschen Platz gelandet war und ihren eigentlichen Platz neben ihrem großen Bruder einzunehmen hatte.
Die Defence Hilicopter Flying School der Royal Air Force kam mit einer Griffin HT1, vier Gazellen und einer Lynx zur Veranstaltung. Die drei größten Gerätschaften bereiteten jetzt das Finale des Tages. Den Anfang machte die MH-53M, die aus Mildenhall, von der „352nd Special Operations Group“, stammte. Dort ist die Maschine der Staffel „21st Special Operations Squadron Dust Devils“ zugeteilt. Auch aus England kam die Boeing Chinook HC2 vom 27 Squadron. Während die Chinook die Runway entlang rollte, um sich noch einmal kurz zu erheben, um zu ihrem ausgesuchten Platz zu kommen, landete im Hintergrund fast unbemerkt eine Perle der Franzosen. Die French Navy kam mit einer „Aérospatiale SA-321G Super Frelon“.
Somit ging der Tag für mich zu Ende und die tschechische Air Force flog ihr Trainingsdisplay mit ihrer Hind.















