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Bericht "Belgian helidays 2007" (Bierset/ LGG)

Teil 2, das Display:

Am 12.05.2007 ab 10 Uhr wurden die Tore geöffnet und langsam füllte sich das Gelände. Auch heute Vormittag lies das Wetter zu wünschen übrig und entsprechend fielen die Eröffnungseinlagen der Fallschirmspringer und der Überflug von Christian Moullec mit seinen Gänsen aus. Den Anfang machten die Alouette II und eine Augusta A-109 der Belgium Heli Wing, gefolgt von einer französischen Gazelle.
Der erste Star des Moments war die BO-105 CBS der flying Bulls. Trotz des grauen Himmels wurde das komplette Display geflogen. Während die BO-105 Piloten der Bundeswehr gespannt hinauf schauten, zeigte Rainer Wilke, was mit seiner Maschine möglich war.Farbenfroh ging es auch gleich mit der spanischen Luftwaffe weiter, die mit ihren in spanischen Farben lackierten EC-120 den Himmel bunt machten. Viele Figuren die man sehen konnte, waren denen der Flugzeugdisplays gleich. Dass die ganzen Manöver im Vergleich langsamer waren, änderte aber nichts an der Tatsache, dass hier genug Adrenalin in der Luft lag. Die Choreografien wurden gut geflogen und ich würde mich freuen dieses Team an einem anderen Ort und bei besserem Wetter wiedersehen zu können.
Schwermetall, dieses war der richtige Begriff, für das was jetzt kam. Mag die Technik der Mil Mi-24 nicht mehr den Stand der Dinge entsprechen, dennoch beeindruckte der Sound und die Wendigkeit, trotz der 12 Tonnen Gewicht. Der gebrauchte Schub kam durch zwei Isotow TW-3-117A Gasturbinen mit je 1120 kW. Dieser Koloss flog seitwärts unwesentlich langsamer, wie die Robin 22/44 vorwärts. Nach dem Vorfliegen der Tschechen wurden von zwei aus Belgien stammenden YAK-52 Trainern im Syncronflug weiße Zeichen an den Himmel gemalt. Die luftgekühlten 9-Zylinder-Sternmotoren mit 268 kW blubberten weithin hörbar und waren in diesen Tagen ein besonderer Sound.

Belgian Helidays Galerie 4

Die niederländische Marine machte mir ihrer Lynx einige tiefe Überflüge und zeigte anschließend eine Rettungsübung. Aus einer Höhe von 50 Metern wurde eine Person abgesetzt, die später, nach dem zünden einer Signalfackel, wieder aufgeseilt wurde. Zwar nicht von der Marine aber vom deutschen Heer, kam die EC-135. Geflogen von einem Oberstleutnant, wurde den belgischen Besuchern das neue Trainingsgerät der Heeresfliegerwaffenschule aus Bückeburg präsentiert.
Die Schweizer Luftwaffe war für mich an diesem Tage das letzte Display. Die Cougar machte sich im belgischen Flachland genauso gut, wie in den Alpenregionen. Die Aspa Patrol der Spanier flog im Anschluss ein Kurzdisplay und verabschiedete sich anschließend in Richtung Westen in ihre Heimat. Ein Rennen zwischen einen Seat Léon und einer Augusta A-109, welches vom Hubschrauber gewonnen wurde und das anschließende Display der ungarischen Hind, waren die letzten Vorführungspunkte, bevor sich das Programm im Groben wiederholte. Nun konnte noch mal in aller Ruhe das static ablaufen, um fehlende Maschinen aufzunehmen.
Die Seaking der Belgier vom 40ste Smaldeel Heli aus Koksijde, war ein Gast auf den man am heutigen Tage vergeblich warten durfte. Die Gäste der nächsten Tage durften diese dann aber sehen. Man hat bekanntlich nicht immer Glück. Und so kann man unterm Strich sagen, dass sich diese Veranstaltung trotz des schlechten Wetters allemal gelohnt hat. Die Organisation war bisher die beste, die ich erleben durfte. Die Freundlichkeit und Geduld die einem vom mehrsprachigen Team entgegen gebracht wurde, war einzigartig. Wer Hubschrauber mag, der sollte sich fürs nächste Jahr ein paar Tage in seinem Kalender freihalten.

Belgian Helidays Galerie 5

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Quelle: Wiki und Mil.be