Startseite | Impressum und Kontakt

Bericht „Besuch Hubschraubermuseum Bückeburg“

Teil 2:

Hinter der Focke- Wulf FW 61 wurde eine Wandvitrine mit den Anfängen der Helikopter- Modellfliegerei ausgestattet.

Namen wie Nagler- Rolz NR- 54 und Bölkow Flying Jeep, sowie Bell 47 G 2, Hiller H 23 C und Sud- EST SE 3130 „Alouette II“ lernt man kennen, wenn man den Rundgang weiter folgt. Wissenswertes über Materialien, Getriebe und Avionik, kann man sich auf Schautafeln und Querschnitten aneignen. Im hinteren Teil der Halle stehen fünf Maschinen, die allesamt deutscher Produktion entstammen. Bölkow BO- 102 und 103, MBB- 105 und 108 sowie der Gemeinschaftsbau von MBB und Kawasaki die BK 117. In diesem Bereich kann informiert ein Video, welches nahe Bückeburg, über dem Truppenübungsplatz Röcke und dem angrenzenden Segelflugplatz des LSV- Bückeburg entstanden ist. Hier zeigen die beiden Heeresflieger, dass auch mit einer BO- 105 der Bundeswehr durchaus Loopings geflogen werden können.

Nun steigt man die Treppe hinab in den zweiten Teil der Ausstellung, vorbei an dem leichten Eigenbau, Havertz HZ- 5. Die goldfarben lackierte Mil MI- 1 war lange Zeit etwas Besonderes. Vor dem Fall der Mauer, war sie die einzige ihrer Art im Westen. Später kamen eine Mil MI- 2 der brandenburger Polizei und eine Kamov KA- 26 der ehemaligen Interflug hinzu. Das Besondere der letztgenannten: Sie kam aus eigener Kraft zum Museum.

Hubschraubermuseum Galerie 3

Kleinere Typen wie die Merckle SM- 67, Saunders- Roe „Skeeter“ AOP- 12, Heimbaecher 4, Georges G- 1 „Papillon“ und G- 2 sind im linken Hallenbereich zuhause. Groß geht es rechts in der Halle weiter, mit den bei den Heeresfliegern eingesetzten Hubschraubern Sikorsky S- 58 (H- 34) und der als fliegende Banane bekannten Vertol V-43 (H- 21 C). Diese gelangte zu Ihrer Berühmtheit während der großen Flutkatastrophe 1962 in Norddeutschland, wo sie wertvolle Hilfe leistete. Auf dem Weg zum nächsten Raum geht man links an der Kaman HH 43 B „Husky“ vorbei. Dieser, mit gegenläufigem Doppelrotor ausgerüstete Hubschrauber, kommt ohne Heckrotor aus und wird auch heute noch zu Lastenarbeiten eingesetzt.

Die Kleinode der Hubschraubergeschichte sind nun in diesem Raum vereint. Das Wagner „Rotorcar III“ welches als einziges Gefährt sowohl eine Straßen- als auch eine Luftfahrtzulassung hatte. Bölkows BO- 46 war ein Prototyp bei dem es sich um ein Unikat handelt. Hierbei ging es um die Steigerung der Fluggeschwindigkeiten, allerdings musste man die Versuche damals wegen Konstruktionsproblemen einstellen. Weitere Besonderheiten sind die Air and Space A 18 A sowie V.F.W. H 2 und H 3. Ansonsten findet man einige Drohnen von Donier wie z,..B. die Do- 32, 34 und 132, sowie den Leitstand einer Do P- 410.

Hubschraubermuseum Galerie 4

Den Rundgang endet nach dem Durchqueren der ausgestellten Triebwerke, u. a. von Harrier und Vertol. Ein Großteil dieser ist als Schnittmodell zu sehen um die Funktionsweise und den Innenaufbau besser erkennen zu können. Die beiden letzten Fluggeräte vor Erreichen des Ausganges sind die Bensen B- 8- M und Müller WG- 21.

In der Eingangshalle wieder angekommen, erreicht man über eine Treppe den gegenüberliegenden Bereich. Hier, in den oberen Räumlichkeiten, befinden sich nicht nur die Verwaltungsräume sondern auch der größte Schatz des Museums, das Archiv. Dieses ist allerdings nicht für Jedermann und auch nur nach Absprache zugänglich. In der Regel findet man hier Studenten, die sich Informationen für Diplomarbeiten beschaffen oder aber Journalisten und Entwicklungsbüros.

Das Museum muss wachsen, entsprechende Pläne für eine Erweiterung sind gemacht worden. Wie überall, wird aber Geld benötigt. Damit die Ausstellung schöner und größer, und damit auch für uns Besucher noch interessanter werden kann, empfehle ich Ihnen einen Besuch in diesem beeindruckenden Museum. Mit dem Eintrittspreis steuern Sie Ihren Beitrag zum Erhalt des Museums bei. Oder werden Sie Mitglied des Hubschrauberzentrums und erlangen Sie für einen Jahresbeitrag eine Dauerkarte.

© für Text und Bilder* liegen bei Airspotter-Magazin.de/ Airspotter.de
* Bild 1 Außenansicht Museum © bei Dieter Bals
Quelle: Hubschraubermuseum Bückeburg