Startseite | Impressum und Kontakt

Bericht „zentrales Museum der Luftstreitkräfte der russischen Föderation in Monino“

Teil 2:

Insgesamt sind hier etwas mehr als 170 Exponate zu sehen, weswegen ich bei den folgenden Luftfahrzeugen auf die für mich Interessantesten zu sprechen komme. Ganz weg sind wir aber noch nicht von den Maschinen, die sich auch senkrecht fortbewegen können. Die Yak-38 (Forger), gebaut für den Seegestützten Einsatz, sowie die Yak-141 (Freesyle), welche eine Menge Rekorde nach Hause holen konnte, sind nicht sofort als diese zu erkennen.

Wir entscheiden uns bei unserem Spaziergang den Weg geradeaus zu wählen und gehen direkt auf zwei Antonow An-12 (Bub) und einer An-22 (Cock) zu. Dahinter erst als Schrotthaufen vermutet, kann man aber doch bei genauerem Hinsehen ein Hydrofoil entdecken. Dieses Gefährt bewegt sich, ähnlich dem Ekranoplat, auf dem Wasser und kann dort gegenüber herkömmlichen Schiffen hohe Geschwindigkeiten erreichen. Links daneben und in ihrer Form ein wenig an die Lookhead Super Constellation erinnernd, steht die zivile Variante des Langstreckenbombers Tu-95 (Bear), auch bekannt als Tu-114 (Russiya).

Monino Galerie 3

Spitz und elegant steht sie in der Ecke, die Tu-144. Sie ist das Gegenstück zur europäischen Concorde, hatte allerdings bei der 1973 in Frankreich stattfindenden Luftfahrtschau „Le Bourget“ einen Absturz und so wurde 1978, nach einem weiteren Unfall, mit nur 102 Flügen, der zivile Flugbetrieb wieder eingestellt.

In der Reihe der Jets steht eine MiG-15, auf deren Informationsschild man den Namen „Gagarin“ entziffern kann. Und ja, auf Nachfragen erfährt man, dass diese Maschine tatsächlich von Juri Gagarin geflogen wurde und hier zwischen ihren Schwestern MiG-9 bis 31 steht. Noch ganz in der Nähe steht die Mjassischtschew M-17 (Mystic), die als Experimentalflugzeug diente. Genauso ist auch die MiG E-166 hauptsächlich zu Vorschungszwecken ihre Einsätze geflogen, dies hauptsächlich als Testträger für Triebwerke. Kurz vorm Einschwenken auf die Zielgerade fallen einem noch zwei weitere Gefährte ins Auge, der Raumtestgleiter MiG-105 (Sub-Sonic) und die Lenkflugdrohne Tupolew M-141 (Strisch). Ein weiteres Testflugzeug findet man auf dem Weg zum Ausgang im rechten Bereich. Hier steht eine S-26, sie führte Tests für die Einführung von Gleitschuhen für Su-7BKL, Su-7BM und Su-17 durch, um Landungen auf vereisten oder verschneiten Landebahnen zu ermöglichen.

Monino Galerie 4

Neben einem Lizenzbau der Douglas DC-3, hier mit dem Namen Lisunow Li-2, steht der russische Volksjäger MiG-3. Diese wurde in großen Stückzahlen zum Schutz von Moskau eingesetzt. Und „last but not least“ die Tu-2, ein Bomber der für den Fronteinsatz konzipiert wurde.

Hier endet unser Rundkurs und das hat auch das Wetter mitbekommen, der blaue Himmel hat sich inzwischen zugezogen und bereitet uns auf den Abschied vor.

Allemal sollte man nicht vergessen einen Blick in den ersten Hanger auf dem Gelände zu werfen, denn hier steht unter anderem das Rekordflugzeug Tupolew ANT-25 ND, das damals die Strecke Moskau – Vancouver nonstop flog.

Und so verabschieden wir uns und bedanken uns mit einem „spassiba“, um vielleicht 2009 im Sommer wieder hier sein zu dürfen.

Alle Bilder aus "Monino" gibt es auf Airspotter.de zu sehen

© für Text und Bilder* liegen bei Airspotter-Magazin.de/ Airspotter.de
Quelle: Wiki und zentrales Museum der Luftstreitkräfte der russischen Föderation